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Die beiden Franzosen Nicéphore Niepce (1765 – 1833) und Louis Daguerre (1787 – 1851) gelten als die Entdecker der Fotografie. Sie haben die technischen und chemischen Verfahren entwickelt, um Bilder auf einem Medium festzuhalten. Dieses Verfahren wurde in den folgenden Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und erreichte 1889, als Kodak seine erste Kompaktkamera herausbrachte, einen Stand, der sich prinzipiell bis heute gehalten hat.

Die Camera obscura (Dunkle Kammer) war der Vorläufer der Kamera. Es war ein dunkler Raum mit einem Loch in der Wand. Bei ausreichend kleiner Öffnung konnte ein auf den Kopf gestelltes Bild der Außenwelt auf die gegenüber liegende Wand projiziert werden. Dieses Prinzip erkannte Aristoteles (384 – 332 v. Chr.) im 4. Jahrhundert v. Chr. Leonardo DaVinci (1452 – 1519) war jdeoch der Erste, der die Funktionsweise richtig deuten konnte. Im 17. Jahrhundert wurde dann die Camera obscura schließlich zu einem transportablen Kasten weiterentwickelt.

Die erste Fotografie

Die Camera Obscura

Nicéphore Niepce war es, der als erster, mit Hilfe einer Camera obscura, ein Bild auf eine lichtempfindliche Schicht bannen konnte. Er benutzte dazu ein Chlorsilberpapier. Das Bild verblasste schon nach sehr kurzer Zeit. Erst 1826 gelang es ihm ein dauerhaftes Bild anzufertigen. Es zeigte die Sicht aus seinem Arbeitszimmer. Mit ca. 8 Stunden Belichtungszeit war es jedoch unmöglich Personen oder andere bewegte Objekte zu fotografieren. Louis Jaques Mandé Daguerre (1787 – 1851) war von seiner Arbeit derart fasziniert, dass er sein Partner wurde. Gemeinsam suchten sie dann nach einer Möglichkeit, die Belichtungszeit zu verkürzen.

Daguerre fand dann schließlich heraus, dass eine, nach wenigen Minuten belichtete, Jodsilberplatte durch eine Bedampfung mit Quecksilber fixieren lässt. Die Bilder waren somit dauerhaft vorhanden. Nun ging es noch um die Verkürzung der Belichtungszeit. Durch einen Zufall fand er heraus, dass mit Quecksilber bedampfte Jodsilberplatten einer wesentlich kürzeren Belichtungszeit bedurften. Es gelang ihm Aufnahme mit 4 Minuten Belichtungszeit im Sommer und 15 Minuten Belichtungszeit im Winter herzustellen.

Die Weiterentwicklung der Fotografie

Nun war es aber immer noch so, dass alle Fotografien Unikate waren. Es konnten keine Abzüge gemacht werden. Dieses Problem beseitigte William Henry Fox Talbot mit der so genannten „Kalotypie“, einem Papier-Negativ-Positiv-Verfahren. Allerdings war die Qualität der Aufnahmen nicht annähernd mit der von Daguerre vergleichbar. Dieses Manko beseitigte dann schließlich 1851 Frederick Scott Archer, der ein Silberhalogenid auf Glasplatten auftrug. Allerdings konnte die Belichtung und Entwicklung nur so lange erfolgen, wie das Material noch nicht ausgehärtet war. Der nächste Durchbruch gelang 1871 Richard Leach Maddox, der eine Trockenplatte entwickelte.

Die Belichtung von Platten war jedoch von der Handhabung recht umständlich. George Eastman entwickelte deshalb zusammen mit einem Partner 1889 den Rollfilm. Somit konnten auch mehrere Bilder nacheinander aufgenommen werden. Die Entwicklung der Bilder wurde dann auch als Dienstleistung angeboten. Wer seinen Rollfilm vollgeknipst hatte, konnte seine Kamera zu Kodak einschicken und erhielt nebst den entwickelten Bildern die Kamera mit einem neuen Rollfilm zurück.

Fotografie von 1826

Fotografie von Nicéphore Niepce mit Hilfe einer Camera obscura. Er benutzte dazu ein Chlorsilberpapier. Aufgenommen im Jahr 1826. Es zeigte die Sicht aus seinem Arbeitszimmer.


Kleinbildkameras und Farbfilme

Durch die verbesserte Lichtempfindlichkeit der Filme, wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts möglich, Kleinbildkameras herzustellen. Oskar Barnack, der spätere Entwicklungsleiter von Leica, hatte 1905 die Idee das Negativformat zu verkleinern, um dann die Aufnahmen schließlich zu vergrößern. 1915 entwickelte er dann die erste Kleinbildkamera der Welt. Aufgrund des ersten Weltkrieges stellte er sie allerdings erst 1925 offiziell vor. Es war eine Sucherkamera mit 50mm Brennweite, was sich später als Standard hundertfach kopiert wurde.

Der erste Farbfilm wurde 1936 von Agfa vorgestellt. Somit konnte man seine Umgebung wirklichkeitsgetreu wiedergeben.

Neben der Sucherkamera, konnte sich ab den 50er Jahren die Spiegelreflex-Kamera etablieren. Sie zeigte über einen Spiegel das einzufangende an, welcher dann beim Auslösen zur Seite klappte, um den Weg des Lichtstrahles zum Film freizugeben. Dieses Prinzip findet auch heute noch Anwendung.

Die digitale Fotografie

Die Firma CANON stellte 1963 die erste Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung (Autofocus) vor. Rund 10 Jahre später war es die Firma ROLLEI, die die erste vollautomatische Kamera, welche Belichtungszeit, Blende und Schärfe selbständig regeln konnte, auf den Markt brachte.

Ende der 90er war dann schließlich die vollständig digitale Fotografie geboren. Nun konnte man Bilder statt auf einem lichtempfindlichen Film, in digitaler Form auf Speicherkarten speichern. Dies eröffnete hinsichtlich Handhabung, Preis und Entwicklung völlig neue Welten. Bilder können nun sofort betrachtet und gegebenenfalls gelöscht werden und in Sachen Entwicklung und Manipulation des Bildmaterials sind nun beinahe keine Grenzen mehr gesetzt.

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